Durchmesser­linien für die trinationale S‑Bahn Basel

Der Kapazitätsausbau des Bahnknotens Basel ermöglicht mit neuen unterirdischen Durch­messer­linien das Zusammen­wachsen der vielen Linienäste der S‑Bahn zu einem durchgehenden, flächenhaften S‑Bahn-Netz. Die S‑Bahnen verbinden die Agglomeration mit neuen, direkten und umsteigefreien Angeboten. Zwischen Rheinfelden (CH) und Basel wird der bisherige Halbstundentakt zu einem Viertelstundentakt verdichtet. Zusätzlich sollen in Basel die S‑Bahn-Haltestellen Basel Mitte und Basel Klybeck entstehen. Sie erschliessen stark frequentierte Stadtgebiete sowie Tram- und Buslinien direkt mit der S‑Bahn.

Hauptnutzen Durchmesserlinien verbinden die Agglomeration Basel ohne Umsteigen
15- statt 30-Minuten-Takt auf der Strecke Basel SBB–Rheinfelden (CH)
2 neue Haltestellen in Basel
Beteiligte Linien
Geplante Einführung Nach 2040

Im Zielzustand des S-Bahn-Angebots kann die trinational vernetzte S-Bahn Basel mithilfe von Durchmesserlinien ihr volles Potenzial ausschöpfen und damit zum Rückgrat des Agglomerationsverkehrs anwachsen. Eine neue unterirdische Strecke zwischen den Basler Bahnhöfen ermöglicht es, die bisherigen Endpunkte der S-Bahn in Basel aufzuheben und die Linienäste miteinander zu verbinden.

Wie bei S-Bahnen üblich, verkehrt dann auch die trinationale S-Bahn Basel ohne Umsteigen durch die Agglomeration. Sie bedient bei Ankunft in Basel beispielsweise zuerst den wichtigen Knotenpunkt Basel SBB, nutzt dann die unterirdische Strecke mit neuen Innenstadthaltepunkten wie Basel Mitte oder Basel Klybeck und fährt schliesslich nach einem kurzen Halt am Badischen Bahnhof weiter in die Region hinein.  Zahlreiche Quartiere, Ortschaften und Städte innerhalb der Agglomeration Basel sind damit deutlich direkter, rascher und zuverlässiger erreichbar.

Für den Takt der S-Bahnen gilt im Zielzustand ein einheitlicher Standard: Auf den zentralen Bahnstrecken der Agglomeration verkehren die S-Bahnen mindestens viertelstündlich, auf Aussenästen wird mindestens ein Halbstundentakt gewährt.

Für diesen Angebotsgrundsatz sind neben dem Kapazitätsausbau im Knoten Basel einzelne Kapazitätsengpässe auf Zulaufstrecken zu beheben. Insbesondere auf der stark nachgefragten Strecke zwischen Rheinfelden (CH) und Pratteln kann die Kapazität bei 13 Zügen pro Stunde bisher lediglich für zwei S-Bahnen pro Stunde reserviert werden; für den integralen Viertelstundentakt der S-Bahn ist dies nicht ausreichend. Ein Ausbau der Kapazitäten ist somit notwendig.

Der Zielzustand der trinationalen S-Bahn ist eine gemeinsame strategische Planung der zuständigen regionalen Bestellbehörden der Schweiz, Deutschlands und Frankreichs, die sich hierzu über trireno zusammengeschlossen haben. Dieser Angebots-Zielzustand wurde wiederum als Grundlage für die Infrastrukturplanung «Kapazitätsausbau Knoten Basel» verwendet, die vom Bundesamt für Verkehr verantwortet, durch die Infrastrukturbetreiberinnen SBB und DB erarbeitet und durch die Standortkantone begleitet und unterstützt wird. Die Planungen sind somit breit abgestützt. Diese für die Region wichtigen Angebotsziele lassen sich jedoch erst mit der Umsetzung der geplanten Kapazitätsausbauten, insbesondere im Knoten Basel, erreichen.

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