Eine S-Bahn überquert auf einer Eisenbahnüberführung den Fluss „Wiese“ (Mai 2023) [Quelle: DB Netz AG/Christine Schwarz, 3]

Ausbau der Garten‑ und Wiesentalbahn

Die rund 28 Kilometer lange Strecke von Basel Badischer Bahnhof über Lörrach bis Schopfheim bildet das Rückgrat des S-Bahn-Verkehrs zwischen der Schweiz und Deutschland.

Um einen 15-Minuten-Takt zwischen Basel und Lörrach Hauptbahnhof zu ermöglichen, werden mehrere bisher eingleisige Abschnitte durch abschnittsweisen Doppelspurausbau ergänzt – insbesondere zwischen Riehen und Schopfheim. Diese Massnahme erhöht die Kapazität und verbessert die Betriebssicherheit deutlich.

Parallel dazu ist der signaltechnische Ausbau in Lörrach vorgesehen, um Zugfolgezeiten zu verkürzen und einen stabilen Viertelstundentakt technisch zu ermöglichen. Ebenso wird der Bahnhof Lörrach-Zentralklinikum als neue Haltestelle geplant, mit zwei Bahnsteigen, Personenunterführung und barrierefreiem Zugang.

Die Infrastrukturplanung umfasst insgesamt elf Stationen mit 23 Bahnsteigen, davon sieben komplett neu geplant und sechzehn umgebaut – einschliesslich Plattformverlängerung, einheitlicher Einstiegshöhe von 55 Zentimetern und neuen Zugangsanlagen. Für das Gesamtprojekt werden etwa 157 Millionen Euro veranschlagt, mit finanzieller Beteiligung der EU, des Bundeslandes Baden-Württemberg, des Zweckverband Regio-S-Bahn 2030 (ZRL) und des Schweizer Bundes und der DB InfraGO.

Der offizielle Baubeginn ist für 2031 vorgesehen, mit geplanter Fertigstellung bis 2035, parallel zum Ziel der Einführung des 15-Minuten-Takts und der neuen Haltestelle Zentralklinikum. Durch diese Massnahmen steigt die Betriebskapazität deutlich. Das ist die Grundlage für dichtere Takte und neue Direktverbindungen über Basel hinaus – etwa nach Schopfheim oder Koblenz (CH) – und es sichert langfristig ein stabiles, leistungsfähiges S-Bahn-Angebot im trinationalen Raum.

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