Die Hochrheinbahn zwischen Basel Badischer Bahnhof und Erzingen (Baden) wird bis Ende 2027 elektrifiziert und umfassend für den Nahverkehr ausgebaut.
Neben der durchgehenden Elektrifizierung mit rund 130 Kilometern Fahrleitung entstehen auf dem bisher eingleisigen Abschnitt zwischen Waldshut und Erzingen neue Kreuzungsmöglichkeiten in Form von Doppelspurinseln. Ziel ist ein stabilerer Betrieb mit dichteren Takten. Der Einsatz elektrischer Traktion erlaubt eine stärkere Beschleunigung und entsprechende Fahrzeitverkürzungen. Ferner sind drei neue Haltestellen geplant: Rheinfelden-Warmbach, Bad Säckingen-Wallbach und Waldshut West. Alle Stationen entlang der Strecke werden barrierefrei umgebaut, inklusive neuer Rampen, Aufzüge und Bahnsteige mit einheitlicher Einstiegshöhe von 55 Zentimetern. Einzige Ausnahme bildet der stufenlose Einstieg in Basel Bad Bf, der in einem separaten Projekt bis 2031 umgesetzt wird.
Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist der Ausbau des Bahnhofs Waldshut, der zu einem leistungsfähigeren Kreuzungsbahnhof umgebaut wird. Damit wird der Weg frei für einen durchgehenden S-Bahn-Verkehr von Basel Badischer Bahnhof über Waldshut weiter nach Koblenz. Der Baubeginn ist für September 2025 vorgesehen, grössere Sperrphasen folgen ab April 2026. Die Inbetriebnahme des elektrischen Betriebs ist zum Fahrplanwechsel im Dezember 2027 geplant. Der Ausbau verbessert die Zuverlässigkeit, Kapazität und Umweltbilanz des Schienenverkehrs entlang des Hochrheins erheblich.